JU Lingen diskutiert auf der Mitgliederversammlung über das Thema „Nachhaltige Wirtschaft“

Lingen (Ems). Am 17.12.2021 veranstaltete der Kreisverband der Jungen Union (JU) Lingen eine digitale Mitgliederversammlung mit anschließender Weihnachtsfeier.

Umfragen nach der Bundestagswahl haben gezeigt, dass der Klimaschutz das wichtigste Thema war. Der Kreisverband der Jungen Union (JU) Lingen hat dies erneut in einer digitalen Mitgliederversammlung aufgegriffen. Bernard Krone, Geschäftsführer der Krone Holding SE & Co. KG und Vorstandsvorsitzender der Wachstumsregion Ems-Achse e.V., Vera Butterweck-Kruse, geschäftsführende Gesellschafterin der Butterweck Rundholzlogistik GmbH, und Dimitri Schneider, Geschäftsführer von GE Renewable Energy am Standort in Salzbergen, diskutierten, wie die Wirtschaft nachhaltig werden kann.
Die drei Experten waren sich einig, dass Nachhaltigkeit in der Wirtschaft der entscheidende Hebel hin zur Klimaneutralität ist. Viele Unternehmen setzen schon seit Jahren darauf, ökologisch zu wirtschaften und intensivieren ihre Bemühungen aktuell weiter. Vor fünf Jahren bezog GE Renewable Energy beispielsweise noch 70% der Materialien aus Asien. In diesem Jahr stammen bereits 70% der Materialien aus Europa. Auch die Krone Holding SE & Co. KG schaut genau, wie welche Ressourcen eingeteilt werden, so Krone. Beim Thema Nachhaltigkeit unterscheidet er drei Stufen, die Handlungsmöglichkeiten bieten: „Was können wir selbst tun, was können die Lieferanten tun und wie können unsere Produkte nachhaltiger werden.“ Die Landwirtschaft steht bei dem Thema Nachhaltigkeit oft am Pranger, während Krone bei den Landmaschinen und LKW-Anhängern schon seit Jahren darauf achtet, energiesparend zu arbeiten. In Werlte konnten in den vergangenen Jahren so schon ca. ein Drittel Energie und viel CO2 eingespart werden.
Der Behauptung, die Forstwirtschaft sei nicht nachhaltig, widerspricht Butterweck-Kruse deutlich. Die Forstwirtschaft habe die Nachhaltigkeit erfunden. Jährlich würden ca. 117 Millionen Kubikmeter Wald zuwachsen. Die Unternehmen in der Forstwirtschaft würden mit 60 Millionen Kubikmetern aber nicht so viel Holz entnehmen, wie es theoretisch möglich wäre. Dadurch könnten die Vorräte im Wald immer weiter ausgebaut und mehr CO2 gespeichert werden. Wenn der Wald allerdings sich selbst überlassen wird, wird sich der Bestand mindern, ist sich Butterweck-Kruse sicher.
Die drei Diskussionsteilnehmer sind sich einig, dass oftmals gesetzliche Vorgaben eine Hürde beim nachhaltigen Wirtschaften darstellen. Laut Schneider dürfe von der Politik nicht immer nur auf Probleme hingewiesen werden, sondern es müssten auch Lösungen gefunden werden. Die Hersteller von Windkraftanlagen hätten der Bundesregierung 33 Punkte zur Verbesserung des Ausbaus Erneuerbarer Energien vorgeschlagen. Die nachfolgenden Handlungen seien teilweise sogar kontraproduktiv gewesen. Das Genehmigungsverfahren einer Windkraftanlage dauere mit bis zu 4 Jahren viel zu lange, um die Energiewende zu schaffen.
„Die Unternehmer müssen beim Umbau hin zu einer ökologischeren Wirtschaft Unterstützung und nicht noch mehr Hindernisse und Schwierigkeiten erfahren. Die CDU hat in den letzten Jahren beim Klimaschutz keine befriedigende Arbeit gemacht. Ich wünsche der Ampel-Koalition, dass Sie im Sinne unseres Landes schnell Erfolge in diesem Bereich erzielt. Die CDU muss nun in der Opposition ebenfalls effektive Lösungen für die Probleme entwickeln, vor die uns der Klimawandel stellt. Die Lage ist so ernst, dass kleine Schritte nicht genügen. Der neue Parteivorsitz muss der Beginn von Klimakompetenz in der CDU sein“, so Julian Korte, Kreisvorsitzender der JU Lingen, abschließend.

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